Wie man günstig aus Deutschland auf ein spanisches Handy telefonieren kann

Heute gibt es viele Leute, die keinen Festnetzanschluss, sondern nur noch ein Mobiltelefon haben. Problematisch wird das, wenn der Gesprächspartner im Ausland ist. Über einen normalen deutschen Festnetz-Anschluss können regelmäßige Gespräche von z.B. einer viertel Stunde richtig ins Geld gehen. In meinem Beispiel sind dies 0,35 Euro in der Minute. Zwei mal im Monat 30 Minuten telefonieren macht 21,00 Euro. Das war für mich Grund genug nach einer günstigeren Alternative zu suchen.
Rates_calculator

Suchen eines VOIP-Anbieters

Die erste Idee war natürlich hier einen günstigen VOIP-Anbieter zu finden. Nach kurzer Recherche bin ich auf den Anbieter intervoip.com gestoßen. Die Preise sind schon sehr attraktiv: ca 0,07 Euro/Minute ins spanische Mobilfunknetz. Die Recherche nach Erfahrungen mit dem Anbieter ergab, dass man die Preise relelmäßig im Auge behalten sollte. Es gab wohl Anpassungen, die sich aber auch eher im einstelligen Cent-Bereich bewegt haben. Die Infos waren für mich ausreichen, um das mal auszuprobieren. Als nächstes also einen Account anlegen und Guthaben aufladen, das abtelefoniert werden kann. Ich habe mich dabei entschieden, die Überweisung über PayPal zu machen und die Gebühr in Kauf zu nehmen. Die Accountdaten sollte man sich gut merken, da man sie später zur Einrichtung braucht.

VOIP-Softphone installieren

Als nächstes muss ein Softphone für den Rechner her. Bei Intervoip gibt es zwar ein Softphone, das ich jedoch nicht verwenden konnte und wollte. Zum einen gibt es die nicht für den Mac, ausserdem bin ich wenn möglich dafür, verbreitete Standard-Software zu verwenden anstelle einer solchen proprietären Lösung. Das ist auch kein Problem, alle benötigten Daten sind auf der Seite beschrieben. Meine Wahl viel auf Zoiper. Hier fand ich die Classic-Version für meine Zwecke ausreichend. Die Software gibt es für Mac, Windows und Linux.

zoiper

Softphone konfigurieren

Nun musste das Softphone noch eingerichtet werden. Die notwendigen Daten:

  • SIP port : 5060
  • Registrar : sip.intervoip.com
  • Proxy server : sip.intervoip.com
  • Outbound proxy server : leave empty
  • Account name : your InterVoip username
  • Password : your InterVoip password
  • Display name/number : your InterVoip username or voipnumber
  • Stunserver (option) : stun.intervoip.com

zoiper_config

Den Stunserver sollte man, obwohl er in der Beschreibung als optional angegeben ist, auf den Wert stun.intervoip.com setzen. Bei einem ersten Test kam es bei dem voreingestellten stun-Server von Zoiper zu massiven Störgeräuschen.

Fazit

Natürlich muss der Rechner noch entsprechend ausgerüstet sein: ein Micro und Lautsprecher oder ein Headset braucht man, um den Ton rein und raus zu bekommen. Dann kann es los gehen mit dem Telefonieren. Beim ersten Telefonat musste ich die Laustärke des Micros noch auf etwa die Hälfte runter regeln (siehe Zoiper-Bild), dass ist aber vermutlich sehr rechnerspezifisch. Meine erste Erfahrung mit dem Dienst ist sehr positiv. Die Sprachqualität war recht gut und man kann entspannt telefonieren, ohne an die Rechnung am Monatsende zu denken.

Eine weitere interessante Möglichkeit von intervoip.com nennt sich Phone-to-Phone. Nach dem Login auf der Seite kann man diese Funktion auswählen. Man gibt die eigene Festnetznummer sowie die Zielrufnummer an und wird dann auf diesem Weg verbunden. Die Kosten für diesen Dienst sind nur wenig höher als das reine VOIP-Telefonat.

IOS4 – schwarzen Hintergrund wiederherstellen

Das man mit Apples neuem iphone os auch Hintergrundbilder für den Home-screen hinterlegen kann ist eine schöne Sache. Natürlich probiert man es gerne mal schnell aus. Ich habe allerdings schnell festgestellt, dass mich das eher nervt und wollte lieber wieder den guten alten schwarzen Hintergrund aktivieren. Auf dem 3GS merkt man schon deutlich, das die Animationen langsamer werden. Es ist zwar nicht dramatisch, aber man kann man sich leicht vorstellen, warum Apple das für ältere Geräte gleich unterbindet. Doch einfach ausschalten ist nicht. Einmal ein Hintergrundbild aktiviert bleibt es auch. Auch die Recherche im Internet brachte mich hier nicht weiter.

Mit ein paar Schritten kann man sich aber selbst helfen und einen eigenen schwarzen Hintergrund basteln:

  • Ein eigenes schwarzes Hintergrundbild in größe 1×1 px als Gif oder PNG basteln und abspeichern. Ich stelle hier mein Meisterwerk gerne zur Verfügung :-)
  • Das Bild in Iphoto importieren. Ich habe mir ein neues Album “Iphone Hintergründe” erstellt und das Bild dort eingefügt.
  • Iphone an den Rechner anstöpseln und in ITunes in den Einstellungen des IPhone-Sync das synchronisieren dieses Albums unter “Bilder” aktivieren.
  • Synchronisation durchführen
  • Das Album taucht jetzt bei der Auswahl des Hintergrundbildes auf dem IPhone auf und schon hat man wieder einen schönen schwarzem Hintergrund.

Back to Black!

VirtualBox – Alternative zu Parallels und VMWare – Teil 1

Wer eine Lösung zur Virtualisierung benötigt, wird bisher meist VMware oder auf dem Mac auch Parallels eingesetzt haben. Gerade für Mac-Benutzer, die die Virtualisierung ab und an benötigen, sind beide Varianten mit Kosten verbunden. Während der VMWare Player, mit dem man keine neuen virtuellen Maschinen erstellen sondern nur vorhandene starten kann, für andere Systeme kostenlos zur Verfügung steht, hat man für den Mac nur die Möglichkeit auf das kostenpflichtige VMWare-Fusion zurück zu greifen.

Virtualbox

Mit Virtualbox steht seit einiger Zeit eine gute und kostenfreie Alternative zur Verfügung. Es handelt sich um ein Open-Source Produkt, das unter der GNU General Public License (GPL) lizensiert ist. Hinter dem Projekt steht mit Sun eine große Firma und das spiegelt sich auch in Qualität und Entwicklungsgeschwindigkeit wieder. Der Betrieb einer virtuellen Maschine ist resourcenschonend und schnell. Beeinträchtigungen der Leistung der Host-Maschine scheinen geringer zu sein als bei Parallels und bei VMWare.

Flexibel zeigt sich Virtualbox bei der Verarbeitung von Fremdformaten. So ist es möglich, eine vorhandene virtuelle VMWare-Platte zu starten. Zunächst muss man eine neue virtuelle Maschine unter Angabe des gewünschten Gast-System einrichten. Im Rahmen der Einrichtung kann man dann auch die vorhandene virtuelle Platte auswählen. Virtualbox beschreibt dann einfach diese VMWare-Platte.

Guest Additions sind Treiber, die im Gast-System der VM installiert werden. Sie sorgen z.b. dafür, dass sich beim Vergrößern des Fensters, in dem die VM läuft, auch die Auflösung des Gast-Systems automatisch anpasst. Auch nicht missen möchte man die Mauszeiger-Integration. Ohne zusätzliches Tool ist nach dem Aktivieren der virtuellen Maschine die Maus im Fenster der virtuellen Maschine gefangen und kann nicht mehr raus bewegt werden. Erst durch einen speziellen Befehl, auf dem Mac z.B. die Apfel-Taste, wird die Maus freigegeben und kann wieder im Host-System verwendet werden. Guest Additions sind für Windows, Linux und natürlich Solaris Gastsysteme verfügbar.

Shared Folders ermöglichen ein gemeinsames Nutzen von Verzeichnnissen unter Host- und Gastsystem. Zum Datenaustausch zwischen den Systemen ist dies eine sehr einfache und nützliche Funktion. Snapshots zum Speichern eines bestimmten Zustands der virtuellen Maschine sind ebenfalls verfügbar.

Fazit nach einigen Wochen Benutzung: Virtualbox ist eine echte Alternative zu den üblichen Virtualisierungslösungen. Alle notwendigen Funktionen für die Verwendung auf dem Desktop-Rechner zum Betreiben von Gast-Systemen, die neben dem Host-System benötigt werden, sind vorhanden. Ein Windows auf dem Mac und Entwicklungsimages können damit sehr gut betrieben werden. Keine Alternative stellt Virtualbox hinsichtlich des Einsatzes als Server-Virtualisierung dar. Hier ist die Software noch weit hinter VMWare zurück.

Demnächst mehr zu diesen Themen:

  • Netzwerkeinrichtung – Wie komme ich vom Host auf die VM, wie von der Box auf den  Host.
  • Starten der VM in der Shell – VM ohne Oberfläche starten.
  • Migrieren eines Parallels-Images

Links:

Virtualbox

Parallels

VMWare

Mac OS X: nicht sichtbare Fenster zurück holen

Ab und an kommt es vor, dass Fenster unter Mac OS X in den nicht mehr sichtbaren Bereich rutschen. Bei mir kommt das meist vor, wenn ich von einem externen Monitor auf einen anderen wechsle. Selbst wenn  noch ein Stück zu sehen ist, kann man das Fenster teils nicht mehr verschieben, weil das teilweise nur mit der Titelleiste verschoben werden kann. Auch das Programm schließen und neu öffnen ist meist nutzlos, da die Position gespeichert wird.

Mit einem einfachen Trick mit Bordmitteln kann man das flüchtige Fenster wieder einfangen.

  1. Zunächst Spaces aktivieren, wenn es noch nicht an ist (Systemeinstellungen->Exposé & Spaces->Reiter Spaces->Spaces aktivieren.
  2. Anwendung, zu der das Fenster gehört in den Vordergrund bringen.
  3. Die Übersicht von Spaces aktivieren (bei mir F8, die Tastaturbelegung ist auch in dem unter 1. beschriebenen Fenster zu finden.
  4. Das Fenster in der Übersicht anklicken und mit gedrückter Maustaste an die gewünschte Position verschieben.

Fertig. Vielleicht gehts auch einfacher, ich freue mich über Tipps.

Mac-OS X Kernel-Panic nach dem Sicherheits-Update 2009-006

Nach dem Sicherheits-Update 2009-006 und folgendem Neustart kam es bei mir zu einer Kernel-Panic beim Booten. Der Auszug aus der Meldung deutet darauf hin, dass diese in Verbindung mit dem tollen Cisco-VPN-Client steht.

No mapping exists for frame pointer
Backtrace terminated-invalid frame pointer 0xb0080388
Kernel loadable modules in backtrace (with dependencies):
com.cisco.nke.ipsec(2.0.1)@0×5d1cb000->0×5d239fff

Abhilfe findet man durch diese Schritte:

1. Booten im  Safe-Mode: Beim Einschalten des Rechners die Shift-Taste gedrückt halten. Das Booten scheint sehr lange zu dauern, geschätzt 15 Minuten bei mir.

2. Deinstallieren der Cisco-Software: sudo /usr/local/bin/vpn_uninstall in der Shell (Programm Terminal.app) ausführen.
3. Normal rebooten

Icons in der Menüleiste von Mac OS X verschieben

Wer daran gewöhnt ist, bestimmte Icons in der Menüleiste an einer bestimmten Position zu finden, wird sich daran stören, wenn sie auf einmal verschoben sind. Zumindest die Icons, die vom System bereit gestellt werden, können recht einfach bewegt werden: Apfel-Taste drücken, mit der Maus auf das entsprechende Icon klicken und verschieben. Bei Icons, die nicht direkt zum System gehören geht das wohl leider nicht so einfach.

Netzwerkprobleme im Shared-Netzwerkmodus unter Parallels beheben

Um eine VPN-Verbindung des Wirts-Rechners mit zu verwenden, sollte das Gast-System am besten im Shared-Netzwerkmodus betrieben werden. Das hatte auch einwandfrei funktioniert. Irgendwann war jedoch die Netzwerkverbindung im Gast-System weg und es hat auch keine (wirkliche) IP-Adresse mehr bekommen. Erkennbar ist das daran, dass die IP-Adresse eine selbst zugewiesene im Adressraum 169.x.x.x ist. Betrachtet man das entsprechende Device unter Mac OS x ist dort auch eine solche Adresse  zu finden.

Das Problem läßt sich durch Neustart eines Dienstes sehr einfach beheben. In der Konsole (z.B. Programm Terminal.app) diesen Befehl eingeben:

sudo killall -HUP pvsnatd

Danach sind noch zwei Schritte notwendig:

1. In den Systemeinstellungen von Mac OS X das DHCP-Lease erneuen (Apfel -> Systemeinstellungen  -> Netzwerk -> Device Auswählen Parallels NAT -> weitere Optionen -> DHCP-Lease erneuen. Danach sollte unter Standardeinstellungen die IP-Adresse 10.211.55.2 zugewiesen werden.

2. Im Gast-System sollte es reichen, einfach das Netzwerkdevice zu deaktivieren und zu aktivieren.

Mac OS x – Booten mit detaillierten Informationen

Mac OS X muss man ja nicht wirklich oft neu Starten. Wenn es doch mal sein muss ist der Boot-Prozess wie alles beim Mac recht schick. Wer es jedoch etwas “nerdischer” mag kann mit einem Befehl den “verbose”-Mode einstellen. Danach sieht man beim booten ähnlich wie unter Linux, was genau der Rechner gerade macht, welcher Teil geladen wird usw. Dazu einfach in einem Terminal (z.B. Terminal.app) den folgenden Befehl eingeben.
sudo nvram boot-args="-v"
Neben dem Nerd-Faktor könnte das natürlich auch  mal nützlich sein, falls etwas schief geht oder der Boot-Prozess länger dauert als gewohnt.

Ausschalten ist genau so einfach: sudo nvram boot-args=

Eine Übersicht über alle Parameter von nvram bekommt man mit dem folgenden Befehl. Es sieht so aus, als könne man da noch was der Lautstärke fummeln. Vielleicht kann man so den nervigen Ton beim Einschalten beseitigen? Das habe ich noch nicht näher ansehen können.
nvram -p

Isync des Kalenders mit dem Mobiltelefon

Manchmal sind die Probleme bei Mac OS x auf so triviale Weise zu lösen, dass man nicht darauf kommt. Ich verwende einen Kalender in ICal, in der Aufteilung der Termine in mehre Kalender sehe ich keine Notwendigkeit und finde es nur verwirrend. Ich synchroniere diesen Kalender mit einem Mobiltelefon und mit Zimbra. Nun hatte ich seit längerer Zeit das Problem, dass die Termine, die ich auf dem Mobiltelefon angelegt habe, immer im falschen Kalender abgelegt wurden. Das Telefon unterstützt nicht mehrere Kalender und in Isync, Ical und auch nirgends sonst war irgend etwas zu finden über einen Default-Kalender o.ä.

Heute ist mir dann aufgefallen, dass der Kalender in dem alle Termine vom Handy landen, ganz oben in der Liste in Ical steht. Hm, kann ich den vielleicht verschieben? Also einfach per Drag-and-Drop ganz nach oben geschoben und schon war es der Default-Kalender. Problem gelößt. Die Handy-Termine landen jetzt im richtigen Kalender.

Nun weiß ich nicht ob ich mich darüber freue oder ärgere. Auf der einen Seite ist es sehr einfach das Problem zu lösen, allerdings nur wenn man darauf kommt. Ich habe nirgends eine Beschreibung dazu gefunden oder sonst was. Hier wäre eine Konfigurierbarkeit in den Einstellungen – vielleicht auch zusätzlich zu der tollen verschieben-Funktion – hilfreich gewesen.

Javascript-Debugging mit Safari

Internetentwicklern bietet Safari auf den ersten Blick nicht sehr viel, wenn es darum geht Javascript zu Debuggen. In keinem Menü finden sich irgendwelche Einstellungen die helfen können. Mit einem Befehl ausgeführt in der Kommandozeile läßt sich aber ein eingebautes jedoch verstecktes Developer-Menü anschalten:

defaults write com.apple.Safari IncludeDebugMenu 1

Das funktioniert auch unter Leopard.