Mac OS x - Booten mit detaillierten Informationen

Mac OS X muss man ja nicht wirklich oft neu Starten. Wenn es doch mal sein muss ist der Boot-Prozess wie alles beim Mac recht schick. Wer es jedoch etwas “nerdischer” mag kann mit einem Befehl den “verbose”-Mode einstellen. Danach sieht man beim booten ähnlich wie unter Linux, was genau der Rechner gerade macht, welcher Teil geladen wird usw. Dazu einfach in einem Terminal (z.B. Terminal.app) den folgenden Befehl eingeben.
sudo nvram boot-args="-v"
Neben dem Nerd-Faktor könnte das natürlich auch  mal nützlich sein, falls etwas schief geht oder der Boot-Prozess länger dauert als gewohnt.

Ausschalten ist genau so einfach: sudo nvram boot-args=

Eine Übersicht über alle Parameter von nvram bekommt man mit dem folgenden Befehl. Es sieht so aus, als könne man da noch was der Lautstärke fummeln. Vielleicht kann man so den nervigen Ton beim Einschalten beseitigen? Das habe ich noch nicht näher ansehen können.
nvram -p

Isync des Kalenders mit dem Mobiltelefon

Manchmal sind die Probleme bei Mac OS x auf so triviale Weise zu lösen, dass man nicht darauf kommt. Ich verwende einen Kalender in ICal, in der Aufteilung der Termine in mehre Kalender sehe ich keine Notwendigkeit und finde es nur verwirrend. Ich synchroniere diesen Kalender mit einem Mobiltelefon und mit Zimbra. Nun hatte ich seit längerer Zeit das Problem, dass die Termine, die ich auf dem Mobiltelefon angelegt habe, immer im falschen Kalender abgelegt wurden. Das Telefon unterstützt nicht mehrere Kalender und in Isync, Ical und auch nirgends sonst war irgend etwas zu finden über einen Default-Kalender o.ä.

Heute ist mir dann aufgefallen, dass der Kalender in dem alle Termine vom Handy landen, ganz oben in der Liste in Ical steht. Hm, kann ich den vielleicht verschieben? Also einfach per Drag-and-Drop ganz nach oben geschoben und schon war es der Default-Kalender. Problem gelößt. Die Handy-Termine landen jetzt im richtigen Kalender.

Nun weiß ich nicht ob ich mich darüber freue oder ärgere. Auf der einen Seite ist es sehr einfach das Problem zu lösen, allerdings nur wenn man darauf kommt. Ich habe nirgends eine Beschreibung dazu gefunden oder sonst was. Hier wäre eine Konfigurierbarkeit in den Einstellungen - vielleicht auch zusätzlich zu der tollen verschieben-Funktion - hilfreich gewesen.

Javascript-Debugging mit Safari

Internetentwicklern bietet Safari auf den ersten Blick nicht sehr viel, wenn es darum geht Javascript zu Debuggen. In keinem Menü finden sich irgendwelche Einstellungen die helfen können. Mit einem Befehl ausgeführt in der Kommandozeile läßt sich aber ein eingebautes jedoch verstecktes Developer-Menü anschalten:

defaults write com.apple.Safari IncludeDebugMenu 1

Das funktioniert auch unter Leopard.

Encodingprobleme Mac OS X

Immer wieder kommt es zu Problemen mit dem Encoding mit dem Postgres ausgegeben wird. Obwohl die Einstellungen in Postgres scheinbar richtig sind, kommen Umlaute mit dem falschen Encoding aus der DB. Außerdem konnte ich bisher keine Umlaute in Iterm eingeben. Sie wurden einfach ignoriert. Mit diesen Einstellungen habe ich dies korrigiert:

1. In der Datei ~/.inputrc folgende Zeilen eintragen und speichern:
set meta-flag on
set convert-meta off
set output-meta on

2. In der postgres-Shell das richtige Encoding setzen:
# set client_encoding to ‘latin1′;

(nochmal ansehen geht so: show client_encoding).

3. In ITerm zentral latin1 als encoding einstellen:
Bookmarks::Manage Profiles::Terminal Profiles::Encoding

Captchas mit Sinn

Leider ist der Einsatz von Captchas für den Benutzer immer eine lästige Angelegenheit: er muss sinnlose Zeichenfolgen abtippen um einem Computer zu beweisen dass er ein Mensch ist.

Das Projekt http://recaptcha.net/learnmore.html verfolgt einen neuen und recht interessanten Ansatz: Statt sinnlose Texte vom Benutzer abtippen zu lassen werden ihm Auszüge aus Büchern vorgsetzt, die von einem OCR-Programm nicht korrekt erkannt werden konnten. Dieses nicht erkannte Wort wird kombiniert mit einem dem Rechner bekannten Wort. So ist sicher gestellt das der Benutzer  keine Maschine ist und angenommen dass er den unbekannten Text richtig eingibt.

Der Nutzen für die Allgemeinheit ist, dass Texte aus alten Büchern digitalisiert werden.

Google-Maps auf der eigenen Seite einsetzen

Wer eine dynamische und sehr leistungsfähige Karte auf seiner Webseite einsetzen möchte, kann das mit Google-Maps recht schnell und problemlos erledigen. Das Angebot von Google ist kostenlos unter der Bedingung, dass die Seite, auf der die Karte eingebunden wird, kostenlos im Internet zur Verfügung steht. Weiterhin bietet Google keinen Support für Entwickler an, die die Google-Maps API verwenden möchten. Aber ein Entwickler der sein Handwerk versteht benötigt auch keinen. Es gibt eine ausführliche Beschreibung der Funktionen mit Beispielen und diese einzubinden ist recht einfach.

Möchte man Google-Maps einbinden, benötigt man zunächst einen Google-Maps API Key. Dieser wird beim Abrufen der Karten von Google übertragen und ist für die Domain auf der die Karte eingebunden wird gültig. Auf jeden Fall ist es ratsam einmal die Nutzungsbedingungen durch zu lesen.

Google stellt eine ausführliche Dokumentation der API zur Verfügung. Hier sollen nur die ersten Schritte etwas erläutert werden.

Zunächst definiert man ein DIV, in das die Karte geladen werden soll irgendwo im body-Tag der HTML-Seite:


<div style="position: absolute; top: 0px; left: 200px; width: 800px; height: 600px" id="map"></div>

Der Anzeigebereich kann man mittels dieses Divs exakt festlegen.

Im nächsten Schritt wird die Karte mittels eines Javascript-Aufrufes in dieses dif eingebunden.


<script src="http://maps.google.com/maps?file=api&v=2&key=abcdefg"
type="text/javascript"></script>
<script type="text/javascript">
//<![CDATA[

function load() {
   if (GBrowserIsCompatible()) {
   var map = new GMap2(document.getElementById("map"));
   map.setCenter(new GLatLng(37.4419, -122.1419), 13);
   }
}

//]]>
</script>

Hierbei ist in der ersten Zeile der eigene Key, der zuvor erstellt wurde, für key=abcdefg eingesetzt werden. Die Funktion load führt dann die eigentliche Initialisierung der Karte aus. Dabei wird zunächst eine Funktion GBrowserIsCompatible() aus der Google-API augerufen, die sicher stellt, das der Browser, der die Seite anzeigt dazu geeignet ist. Danach wird ein neues Karten-Objekt erstellt. Dabei wird die ID des Divs, das die Karten enthalten soll, in diesem Fall “map”, übergeben. Der nächste Aufruf zentriert die Karte auf bestimmten Koordinaten. Der erste Parameter von setCenter ist dabei die Koordinate selbst, der zweite Parameter gibt einen Zoom-Level an. Eine genaue Dokumentation zu dem Zoom-Level wurde nicht gefunden. Je kleiner der Wert ist, desto näher wird herangezoomt. Hier muss ein wenig ausprobiert werden.

Um die Karte das erste mal ausprobieren zu können fehlt nun nur noch ein Aufruf im Body-Tag der HTML-Seite:

<body onload="load();" onunload="GUnload()">

Dadurch wird die zuvor definierte JS-Funktion load() aufgerufen sobald die Seite im Browser dargestellt wird. Der zweite Aufruf onunload=”GUnload()” sorgt dafür, das beim Verlassen der Seite der Speicher des Web-Browsers aufgeräumt wird und sollte deshalb auch unbedingt mit eingebunden werden.

Ein kleines Beispiel ist hier verfügbar.

Etoken unter Linux initialisieren

Die folgenden Schritte sind notwendig um einen Alladin-Etoken unter Linux zu initialisieren. Ein gültiger Private-Key und ein gültiges Zertifikat müssen in Form von .pem-Dateien vorliegen. Es ist zu beachten, daß der Etoken mit dieser Initialisierung nur unter Linux funktioniert, die durch diesen Prozess erstellte Struktur kann nicht von den Tools unter Windows verwendet werden.

Es ist ratsam, den Private Key nach dem Aufspielen des Etokens zu löschen oder zumindest sehr sicher aufzubewahren.
# löschen und initialisieren der Karte
pkcs15-init -EC –no-so-pin -T -l “mfrankl”

Hier ist nur die User-Pin einzugeben

# Passwoerter setzen
pkcs15-init -P -T -l “mfrankls pin” –auth-id 01

# Private Key importieren
pkcs15-init -S mfrankl-key.pem –auth-id 01

# Zertifikat importieren
pkcs15-init -X mfrankl-cert.pem –auth-id 01

Absturz von DVB-T Receiver

Hier folgt ein Auszug aus der Bedienungsanleitung eines DVB-T Receivers der Marke Skymaster. Erschreckend daran ist, daß wohl schon davon ausgegangen wird, daß der Nutzer Abstürze sowieso schon von seinem PC gewohnt ist.

“Das Gerät reagiert nicht mehr: Der Receiver muss sehr viele unterschiedliche Daten verarbeiten und reagiert deshalb manchmal wie der heimische PC: Er stürzt ab. Ein Umschalten beim Empfang von EPG-Daten oder “unverständlichen” Daten seitens des Programmanbieters können zum Absturz führen. Ziehen Sie einfach den Netzstecker und warten Sie einige Sekunden, bis Sie das Gerät wieder in Betrieb nehmen.”

Gefehlt daran hat mir nur noch dieser Absatz: “Ziehen Sie doch einfach den Stecker, wir können nichts weiter tun um dies in Zukunft zu vermeiden. Finden Sie sich einfach damit ab. Es bringt auch nichts wenn Sie uns die Fehler berichten, da wir sowieso nichts dagegen tun” :-)

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Online DSL-Geschwindigkeit messen

Unter der folgenden Adresse kann man schnell und einfach die Geschwindigkeit der DSL-Verbindung messen. Weitere Ergebnisse zeigen unter anderem die Netzwerkauslastung des Anbieters unter verschiedenen Gesichtspunkten auf.

http://www.wieistmeineip.de/speedtest

Erstellen von Video-DVDs aus komprimierten Videoformaten mit Linux

Dieser Eintrag beschreibt, wie aus einer komprimierten Video-Datei wie divx oder anderen unter Linux eine Video-DVD erstellt werden kann. Die einzelnen Schritte sind erstaunlich einfach und funktionieren weitestgehend automatisch. Ich persönlich fand dies einfacher als alle GUI-Tools die ich bisher gesehen habe. Natürlich gibt es keine Garantie für das Funktionieren, ich kann nur sagen daß es für mich gut funktioniert hat :-) . Die Umwandlung erfolgt in mehreren Schritten. Ausführliche Infos zu den einzelnen Schritten und weitergehenden Möglichkeiten kann aus den Quellen entnommen werden.

Schritt 1: Umwandeln des Quellvideos in ein DVD-taugliches Format:

Für diesen Schritt habe ich als erstes das Tool ffmpeg ausprobiert und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es gibt noch zahlreichen weitere Tools, die man ausprobieren könnte. Zu beachten ist, daß man für diesen Schritt schonmal eine DVD-Größe (max. 4,7GB) Plattenplatz im Verzeichnis work benötigt. Sowohl das Verzeichnis work wie auch ziel.mpg können beliebig gewählt werden. Das Verzeichnis work muss vor dem Befehl angelegt werden.


mkdir work
ffmpeg -i "quelle.avi" -target dvd work/ziel.mpg

Dieser Schritt benötigt abhängig von der Prozessorleistung einige Zeit.

Schritt 2: Erstellen der DVD-Struktur

Mit dem vorliegenden DVD-tauglichen mpg kann nun die DVD-Struktur erstellt werden. Ich habe dabei eine Struktur ohne ein Menü gewählt, das geht schnell und einfach. Zu diesem Schritt habe ich das Tool dvdauthor verwendet. Auch hier gibt es zahlreiche Alternativen, darunter auch hübsche GUI’s. Zu beachten ist, daß hier nochmals Plattenplatz in DVD-Größe benötigt wird.


cd work
dvdauthor -o dvd/ -t ziel.mpg
dvdauthor -o dvd/ -T

Der erste Befehl fügt das in Schritt 1 erstellte mpg in die Struktur ein. Sollen mehrere (kleine) Filme auf die DVD, kann der Aufruf beliebig wiederholt werden. Der zweite Schritt erstellt die endgültige DVD-Struktur. Das ganze dauert auch wieder etwas, jedoch bei weitem nicht so lange wie das Umwandeln des Videos.

Schritt 3: Prüfen des Ergebnisses

Um sicher zugehen, daß man auch das erwartete Ergebnis bekommt, kann man sich die DVD vor dem brennen schonmal vorab anschauen. Dies kann mit einem beliebigen DVD-Fähigen Media-Player wie xine oder mplayer erfolgen. Natürlich ist dieser Schritt optional.


xine dvd:"$(pwd)/dvd"

Schritt 4: Erstellen eines ISO-Images

Mit der Struktur aus Schritt 3 kann nun ein DVD-ISO Image erzeugt werden. Abhängig vom Brenn-Programm kann dieser Schritt auch übersprungen werden. K3b z.B. kann auch direkt die Dateien brennen. Da er aber auch nicht sehr zeitaufwändig ist, schadet es nicht. Dies geht mit dem folgenden Befehl:


mkisofs -dvd-video -v -o DVD.iso dvd

Schritt 5: Brennen des ISO-Images

Im letzten Schritt muss die DVD nur noch mit einem Brennprogramm der Wahl auf DVD gebrannt werden. Hier kann das KDE-Programm k3b empfohlen werden.

Quellen: