Erstellen von Video-DVDs aus komprimierten Videoformaten mit Linux

Dieser Eintrag beschreibt, wie aus einer komprimierten Video-Datei wie divx oder anderen unter Linux eine Video-DVD erstellt werden kann. Die einzelnen Schritte sind erstaunlich einfach und funktionieren weitestgehend automatisch. Ich persönlich fand dies einfacher als alle GUI-Tools die ich bisher gesehen habe. Natürlich gibt es keine Garantie für das Funktionieren, ich kann nur sagen daß es für mich gut funktioniert hat :-) . Die Umwandlung erfolgt in mehreren Schritten. Ausführliche Infos zu den einzelnen Schritten und weitergehenden Möglichkeiten kann aus den Quellen entnommen werden.

Schritt 1: Umwandeln des Quellvideos in ein DVD-taugliches Format:

Für diesen Schritt habe ich als erstes das Tool ffmpeg ausprobiert und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Es gibt noch zahlreichen weitere Tools, die man ausprobieren könnte. Zu beachten ist, daß man für diesen Schritt schonmal eine DVD-Größe (max. 4,7GB) Plattenplatz im Verzeichnis work benötigt. Sowohl das Verzeichnis work wie auch ziel.mpg können beliebig gewählt werden. Das Verzeichnis work muss vor dem Befehl angelegt werden.


mkdir work
ffmpeg -i "quelle.avi" -target dvd work/ziel.mpg

Dieser Schritt benötigt abhängig von der Prozessorleistung einige Zeit.

Schritt 2: Erstellen der DVD-Struktur

Mit dem vorliegenden DVD-tauglichen mpg kann nun die DVD-Struktur erstellt werden. Ich habe dabei eine Struktur ohne ein Menü gewählt, das geht schnell und einfach. Zu diesem Schritt habe ich das Tool dvdauthor verwendet. Auch hier gibt es zahlreiche Alternativen, darunter auch hübsche GUI’s. Zu beachten ist, daß hier nochmals Plattenplatz in DVD-Größe benötigt wird.


cd work
dvdauthor -o dvd/ -t ziel.mpg
dvdauthor -o dvd/ -T

Der erste Befehl fügt das in Schritt 1 erstellte mpg in die Struktur ein. Sollen mehrere (kleine) Filme auf die DVD, kann der Aufruf beliebig wiederholt werden. Der zweite Schritt erstellt die endgültige DVD-Struktur. Das ganze dauert auch wieder etwas, jedoch bei weitem nicht so lange wie das Umwandeln des Videos.

Schritt 3: Prüfen des Ergebnisses

Um sicher zugehen, daß man auch das erwartete Ergebnis bekommt, kann man sich die DVD vor dem brennen schonmal vorab anschauen. Dies kann mit einem beliebigen DVD-Fähigen Media-Player wie xine oder mplayer erfolgen. Natürlich ist dieser Schritt optional.


xine dvd:"$(pwd)/dvd"

Schritt 4: Erstellen eines ISO-Images

Mit der Struktur aus Schritt 3 kann nun ein DVD-ISO Image erzeugt werden. Abhängig vom Brenn-Programm kann dieser Schritt auch übersprungen werden. K3b z.B. kann auch direkt die Dateien brennen. Da er aber auch nicht sehr zeitaufwändig ist, schadet es nicht. Dies geht mit dem folgenden Befehl:


mkisofs -dvd-video -v -o DVD.iso dvd

Schritt 5: Brennen des ISO-Images

Im letzten Schritt muss die DVD nur noch mit einem Brennprogramm der Wahl auf DVD gebrannt werden. Hier kann das KDE-Programm k3b empfohlen werden.

Quellen:

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